07.12.2014

Es ist nun einige Zeit vergangen seit dieser Therapie, aber der Erfolg ist geblieben.

Elias zeigt keinerlei Spastik mehr und kann seinen Kopf viel besser halten. Man hat uns ausführlich gezeigt, was wir täglich üben sollen und wir tun es auch. Alles braucht seine Zeit.

Gern wären wir wieder 2015 in die Slowakei gefahren, um weiter zu machen, am Erfolg anzuknüpfen, doch der Lotto- Gewinn lässt noch auf sich warten. Wir bleiben aber am Ball, denn keine andere Therapie hat bis jetzt solche Fortschritte gebracht. Wir können nur jeden Betroffenen zu dieser Therapie raten, auch wenn es sehr kosten intensiv ist.

ADELI- Therapie vom 17-08.- 29.08.2014

in Piestany, Slowakei

Anreise war ein Tag vor Therapiebeginn. Mama ist schon früh um drei aufgestanden und wollte noch die Kleinigkeiten vorbereiten, bevor wir starten. Ich war da natürlich auch schon munter. Dafür habe ich dann sechs Stunden im Auto geschlafen und bin an der Grenze zur Slowakei erst munter geworden.

1. Therapietag
Unser Betreuer Herr Kolar nahm uns im Center in Empfang und zeigte uns wo sich alles befindet.... danach ging es zur Ärztin Dr. med. Boldisova (Kinderneurologin). Gespräch, Untersuchung.... mit dem Ergebnis, dass wir erstmal eine Woche auf Probe sind.
Die Therapie ist sehr intensiv und anstrengend, was nicht unbedingt förderlich für meine Myoklonien ist.
Dadurch könnte ein großer Anfall provoziert wird, deshalb gab die Ärztin besonders Acht auf mich und wollte tägliche Berichte der Physiotherapeuten. 

Danach ging es gleich los mit neurophysiologischen Bewegungsübungen Adeli ... von oben bis unten wurde alles gestreckt, gedehnt und gelenkig gemacht, in alle Richtungen.
Das tat mir wirklich richtig weh und ich habe ganz doll geweint. Wenn meine Sehnen und Muskeln nicht ordentlich gedehnt sind, kann ich meine Hände und Füße auch nicht richtig bewegen. Daher musste ich da durch.
Mama und Papa waren darauf vorbereitet, doch es tat auch ihnen fürchterlich im Herzen weh.

Dafür gab es danach eine ganze Stunde lang eine Massage... ich war so fertig, dass ich nur noch geschlafen habe.
Sauerstofftherapie, Logopädie und noch eine Behandlung mit der Biolampe standen diesen Tag auch noch auf dem Therapieplan.
Danach war Schluss, dabei ist Montag, bzw. der erste Tag immer Schontag.
2. Therapietag
Mein Tag begann mit der Frage, ob ich heute überhaupt Therapie machen darf. Ich hatte erhöhte Temperatur und das ist eine Kontraindikation.
Vorsichtig startet das Therapeutenteam und alles lief gut. Bei uns kleinen Zwergen arbeiten immer zwei Physiotherapeuten gleichzeitig, bei den Großen sogar drei Therapeuten am Patienten.
Es gibt immer einen im Team der die Landessprache spricht, so dass Kommunikation kein Problem ist.
 
Das Strecken und Dehnen der Muskeln und Sehnen ist schmerzvoll, manche Kinder brauchen ein paar Tage bis es nicht mehr weh tut und andere weinen die ganzen 14 Tage.

Es ist der zweite Tag und was da alles gemacht wird, hat noch nie einer mit mir gemacht, Rumpfbeuge, im Vierfüsslerstand ein Bein und ein Arm gleichzeitig strecken und hoch heben.... Übungen, die jeden Großen anstrengen und von denen ich gar nicht wusste, dass man sowas machen kann.
Dafür gab es dreimal Massage. Sauerstofftherapie und Biolampe sind auch jeden Tag dran.

3. Therapietag
Leider hatte ich früh Fieber und dadurch auch ganz viele Myoklonien, meine Ärztin hier hat deshalb entschieden, dass ich keine Therapie machen durfte.
Der Start war wohl zu anstrengend für mich. Nachmittag ging es mir aber wieder richtig gut, doch plötzlich war die Angst da, dass es jeden Tag zu Ende sein könnte, wo wir doch gerade erst begonnen haben.

4. Therapietag
Nach einem Tag Zwangspause, war es ein super Tag... ich habe alle Therapien mitgemacht und es tat auch schon nicht mehr so weh.
Meine Cheftherapeutin meinte ich reagiere super auf die Intensivtherapie.
Im übrigen fand ich slowakisch total interessant, so dass die Tanten mir auf slowakisch Lieder vorgesungen haben :-)

Mama war immer für mich da und Papa war unser Organisator. Er hat dafür gesorgt, dass wir immer alles dabei hatten, wusste immer wo wir zur welcher Therapie hin mussten und hatte einfach alles im Griff :-).

8.40 Uhr Therapiebeginn

  1. Reflexmassage+ PIT ... Vorbereitung der Gelenke auf die Übungen
  2. Neurophysiologische Bewegungsübungen ADELI- BABY MED
  3. Massage
  4. evtl. Logodädie

kurze Mittagspause...Essen...45 min. schlafen

  1. ADELI- BABY MED
  2. Massage
  3. Sauerstofftherapie
  4. Biolampe

15.15 Uhr Therapieende

So ging das jeden Tag. Nachmittags vespern, schlafen, spazieren gehen, Abendbrot und schon war der Tag vorbei.

 
 
 
 
5. Therapietag

Nicht nur die erste Woche war geschafft, sondern ich auch, endlich Wochenende.
Muskelkater plagte mich, doch die ersten Erfolge waren schon deutlich zu sehen.
Nach einer Woche war ich viel lockerer in der Muskulatur, setzte meinen Fuß im Ganzen auf und nicht mehr diesen Spitzfuss und meine Hände waren fast immer offen.
6. Therapietag

Das Wochenende brauchte ich wirklich zum Ausruhen. Wir waren viel spazieren und haben uns ein wenig die Stadt Piestany angeschaut.
Montag und es geht wieder von vorn los. Früh war ich noch fürchterlich müde, so dass ich gleichmal bei der Reflexmassage weiter geschlafen habe.
Meine Ärztin hier hat beschlossen, dass ich nachmittags nur noch eine halbe Stunde ADELI machen darf, damit ich keinen großen Epilepsie Anfall bekomme. Doch auch Mama und Papa sahen es so, lieber 80 % der Therapie gemacht, als nach 40 % nach Hause gefahren.

Langsam fand ich die Therapie sogar toll, liegt bestimmt daran, dass es nicht mehr weh tat :-).
Und in der zweiten Woche war Muskelaufbau dran.
Bei der Logopädie habe ich die Therapeutin vor Freude fast vom Stuhl gerissen. Sie wollte nur einmal probieren, ob ich in eine Flöte pusten kann, wenn sie mir hilft und die Oberlippe drauf drückt. Ich konnte es und auch mir machte das irgendwie Spass, dass da Geräusche kamen, wenn ich gepustet habe :-).
7. und 8. Therapietag

Mir ging es richtig gut. Früh war ich zwar immer noch müde, aber die Tanten machten mich schon munter .
Es lief so gut, dass mir auch keine Bewegung mehr weh taten... ich bin auch schon ganz gerade im Rückengeworden und langsam bekam ich immer mehr Kraft.
Bei den Übungen in der Bauchlage machte ich jetzt auch mit.... naja... irgendwie gaben die dort nicht auf... da muss ich wohl mitmachen.
Meiner Mama wuurden alle Punkte gezeigt, die sie drücken soll bei den Übungen, damit der Muskel locker bleibt. ... Papa hat alles auf Video festgehalten.

9. Therapietag

Mama hat das ganze Trainigsprogramm an mir mitgemacht, damit wir zu Hause fleißig weiter üben können.

10. Therapietag

Wir schritten zum letzten Mal den langen Gang entlang... jeden Früh war es für Mama und Papa als wenn sie mich zur Streckbank bringen würden, jeden Früh wussten sie nicht, wie werde ich reagieren.
Zum Abschluss sagen wir, es war für uns alle anstrengend, aber lohnenswert. 
Ich bin wahnsinnig locker geworden, mache Bewegungen an die keiner gedacht hätte, dass ich es in so einer kurzen Zeit erlernen könnte.

Mama hat gestern und heute mit mir die Übungen gemacht, damit wir zu Hause weitermachen können, dadurch konnte sie erstmal spüren, wie toll ich mich sich selbst stützen kann und Muskeln aufgebaut hat.

Meine Therapeuten haben es uns bestätigt, ich bin richtig voran gekommen in den zwei Wochen, es ist wahnsinnig toll, was ich alles gelernt hat.

Jetzt heißt es zu Hause weitermachen und vielleicht können wir nächstet Jahr wieder kommen.

Wir freuten uns richtig auf zu Hause und bereuten doch keine Minute, die wir hier waren.

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